Wie war das jetzt mit dem Herbst 2015 aus fotografischer Sicht? Hier in der Pfalz habe ich das ungefähr so erlebt: Die Laubfärbung hat relativ früh begonnen, was wohl auch durch den sehr niederschlagsarmen Sommer bedingt war. Irgendwie wollte es dann aber nicht so recht weitergehen und lange ist es nicht richtig bunt geworden.
Einige meiner Fotografenkollegen sahen den Herbst schon auf dem Weg zum „Totalausfall“ und ich muss zugeben, zeitweise habe ich das auch für zumindest nicht mehr ausgeschlossen gehalten.  Letztendlich wurde aber alles doch noch gut und der Herbst hat doch noch mal die Kurve gekriegt.

Gegen Ende Oktober wurde es prächtig bunt und weil die milde Witterung angehalten hat, konnten wir uns doch noch ein, zwei Wochen an den Herbstfarben erfreuen. Neben dem bunten Laub ist es der Nebel, der für mich den Herbst ausmacht. In meinem Blogbeitrag zum Herbst am Donnersberg habe ich bereits drüber berichtet, wie das mit Nebel im Wald aussieht. Zum Blick von oben, auf den Nebelwald, geht es nun in den herbstlichen Pfälzerwald:

mpb150115Zwischen Nothweiler (D) und Lichthof (F).

Zu den Stellen, die in diesem Jahr den besten Blick über den Nebelwald geboten haben, zählt eindeutig der Luitpoldturm auf dem Weissenberg. Mit einer Plattformhöhe von 638m ü.nN. bietet er einen grandiosen Blick über die Hügel des Pfälzerwaldes. Die folgenden Aufnahmen sind dort entstanden.

mpb150116Die Sonne kämpft gegen den Nebel an.

mpb150117An einigen Tagen war die Nebelgrenze außergewöhnlich klar definiert.

mpb150118Nebelschwaden ziehen durch den Herbstwald und schaffen in jeder Sekunde neue Motive.

Die nächste spannende Fotozeit in der Pfalz wird der Übergang vom Herbst in den Winter sein. Die ersten gereiften Wiesen hatten wir bereits, besonders fotogen wird es spätestens dann wieder werden, wenn der erste Schnee zu uns kommt. Ich freue mich darauf!