Mit dem Herbst haben wir gerade mal wieder die spannendste Jahreszeit in der Pfalz hinter uns. Die Laubfärbung und der Nebel sind in dieser Zeit die prägenden Elemente in der Landschaft und selbstverständlich war ich wieder mit der Kamera unterwegs, um die Stimmungen dieser Jahreszeit einzufangen. Hier in diesem Beitrag, will ich meinen Lesern eine kleine Zusammenfassung bieten und besondere Momente aus dem Herbst 2016 in der Pfalz zeigen. Lust aufs Lesen? Dann geht es jetzt los!

Auf dem Buhlsteinpfeiler über dem Nebel

Jede Jahreszeit hat für mich so etwas wie einen bestimmten Moment, der diese Jahreszeit einläutet. Es ist irgend ein Tag, an dem man das Haus verlässt oder den Wald betritt und auf den ersten Metern schon merkt, dass die neue Jahreszeit jetzt endgültig angebrochen ist. So auch im Herbst 2016, als wir an einem Morgen, lange vor Tagesanbruch, unseren Weg auf den Buhlsteinpfeiler angetreten haben. Die Luft fühlte sich erstmals so richtig frisch und kalt an, der Waldboden hatte seinen typischen Herbstgeruch und der Nebel lag in Tälern.

Blick vom Buhlsteinpfeiler über die Nebelgefüllten Täler der Pfalz

Herbstlaub im Karlstal

Wie in den Jahren zuvor, hatten wir auch in diesem Jahr erst gegen Ende Oktober den Höhepunkt der Laubfärbung in der Pfalz erreicht. Im Vergleich zu den Vorjahren, konnte man den Eindruck gewinnen, dass uns dieses Jahr die Rottöne im Laub gefehlt haben. Statt dessen herrschte vielerorts ein Gelb und ein Hellbraun vor und insgesamt schien es auch nicht so spektakulär zu sein, wie wir das in den letzten Jahren erleben durften. Trotzdem gab es auch dieser Jahr wieder tolle Ecken mit buntem Laub zu finden.

Gelb war die vorherrschende Farbe im Karlstal bei Trippstadt

Der Zauber beginnt, wenn die Sonne ihre Strahlen durch den Morgendunst schickt

Auf dem Sprinzelfelsen an der Nebelgrenze

Wenn wir eine Location aufsuchen, ist das ein Stück weit auch immer eine Wette auf das Wetter. In diesem Fall war es die Nebelhöhe zum Sonnenaufgang, die es spannend machte. Wir suchten eine Position sehr nahe an der Nebelgrenze und dazu einen Vordergrund, der deutlich aus der Nebelgrenze herausragt. Nach dem Studium der Wetterkarten fiel unsere Wahl auf den Sprinzelfelsen bei Busenberg. Es ist jedesmal ein tolles Gefühl, wenn man vor Tagesbeginn auf einem Felsen über dem Nebel steht. An diesem Morgen dachten wir bei der Ankunft auf dem Felsen zuerst, dass wir ein paar Meter zu tief stehen würden. Wir hatten aber Glück und der Nebel begann etwas ab zu sinken, genau richtig für die Aufnahme, die ich mir erhofft hatte.

Sonnenaufgang dicht über dem Nebelmeer

Himmelsfarben über dem Rötzenfelsen

Noch spannender, was das Wetter anging, war der Tagesanbruch auf dem Rötzenfelsen bei Gossersweiler-Stein. Bei der Einfahrt in den Ort, gute neunzig Minuten vor Tagesanbruch, waren die Sterne am Himmel noch klar zu sehen. Dunst bildete sich aber bereits in den Wiesen außerhalb des Ortes. Hier war es unsere Erfahrung mit dem lokalen Wetter in der Pfalz, die uns sagte, dass wir noch mit einer Nebeldecke in den Tälern rechnen durften. Während des Aufstiegs auf den Felsen, bildete sich der Nebel wie erwartet und als wir schließlich aus dem Wald hinaus auf den Fels traten, waren wir wieder einmal begeistert. Zu dem Nebel im Tal gesellte sich an diesem Morgen noch ein grandios gefärbter Morgenhimmel.

Wenige Minuten vor dem Sonnenaufgang zeigt sich der Himmel über dem Rötzenfels in bunten Farben

Supermond am Trifels

Der Vollmond Mitte November wurde als Supermond bezeichnet, als der größte Mond seit über siebzig Jahren. Leser meines Blogs kennen mein „etwas“ angespanntes Verhältnis zum Vollmond über der Pfalz. Ich wäre mittlerweile auch mit einem „Winzigmond“ (also dem Gegenteil von einem Supermond) zufrieden, wenn ich ihn nur überhaupt mal vernünftig zu Gesicht bekommen würde, bevor er später am Abend schon wieder viel zu hoch am Himmel steht. Mit entsprechend wenig Hoffnung bin ich es angegangen, den Supermond im Bild fest zu halten. Wie im Vorfeld wirklich leicht zu erkennen war, würde er vom Annweiler Waldfriedhof aus gesehen direkt neben der Burg Trifels aufgehen. Nach dem es bis in den Nachmittag hinein noch sehr klar war, machte ich mich auf den Weg nach Annweiler – nur um kurz darauf in einer Vollsperrung der A8 zu stehen. Ich sah mich schon den Mondaufgang bei Autobahnkilometer 38,1 erleben, als es dann weiter ging und ich doch noch rechtzeitig in Annweiler eintraf. Zeitgleich mit mir traf aber auch ein Wolkenband ein, welches sofort begann sich ins Bild zu schieben. Das hat dann zwar gelangt, um den Mond nicht mehr klar erkennen zu können, dafür gab es aber eine Lichtsituation, die ich nicht minder interessant finde:

Die Burg Trifels beim Vollmondaufgang vom 14.11.2016

 

Für mich hat sich die Pfalz im Herbst 2016 wieder einmal von ihrer besten Seite gezeigt. Mystische Nebel und fantastische Lichtstimmungen durfte ich erleben und fotografieren. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf das neue Fotojahr. Wenn wir Glück haben, bekommen wir in diesem Winter auch etwas Schnee in der Pfalz. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.