Ein Punkt auf meiner fotografischen ToDo-Liste für 2015 ist war das Fotografieren von Bläulingen. Ich mag diese kleinen, unscheinbaren Falter sehr und hatte mir vorgenommen, sie im Bild festzuhalten. Viel Zeit blieb mir allerdings nicht mehr, schließlich steht der Herbst vor der Tür und damit geht die Faltersaison sehr bald zu Ende.

Nun habe ich das Glück Frank Müller zu kennen und wer Frank kennt, der weiß, dass der ganz phantastische Makros von Faltern macht. Nebenbei ist er ein super netter Kerl und wir waren schon viel zu lange nicht mehr gemeinsam unterwegs. Also haben wir uns kurzer Hand für den Morgen verabredet um die Bläulinge auf „unserer“ Wiese zu besuchen.

Wir waren uns zuerst nicht sicher, ob wir überhaupt noch Bläulinge finden würden. Unsere Sorge war aber unbegründet, wir fanden noch sehr viele Falter und hatten somit reichlich Auswahl, was die Position der Tiere zum Licht angeht – perfekt!

 

mpb150098Bevor die Sonne die Wiese erreicht, ist das Licht sehr weich und gleichmäßig.

mpb150099Die Sonne erobert langsam die Wiese während dieser Bläuling noch im Schatten sitzt.

mpb150100Die Morgensonne zaubert Reflexe auf den Gräsern im Hintergrund.

mpb150101Es gibt über 400 Arten von Bläulingen. Dieses Exemplar hier ist ein Himmelblauer Bläuling (Polyommatus bellargus).

Mit den steigenden Temperaturen am Morgen, macht sich der Bläuling abflugbereit. Dazu fächert er die Flügel auseinander, damit der Morgentau besser trocknen kann.

mpb150102Vor dem Abflug muss der Falter trocknen, er fächert dazu die Flügel auseinander.

Bläulinge sind eigentlich ein sehr fotografenfreundliches Volk: Bis sie vom Morgentau getrocknet sind, ist das Licht hart und unfotogen geworden. Erst dann fliegen sie ab. Sehr kooperative Tiere sind das!

Ob es in diesem Jahr noch einmal für einen Besuch bei den Bläulingen reicht, weiß ich nicht. In jedem Fall werde ich sie im nächsten Jahr öfter besuchen.